Duftende Zimtschnecken aus dem Thermomix

Zimtschnecken

Für diese Zimtschnecken sollte eigentlich das Duftbloggen erfunden werden sag ich euch. Einfach himmlisch, das ganze Haus wird von einer feinen Zimtspur durchzogen. Vielleicht gibt es außer mir noch weitere Zimt-Fans, für euch habe ich daher einfach mal mitgeschrieben. 🙂

Und ja, ich bin nicht nur Zimt-Fan sondern auch Thermomix-Fan. In unserem Haushalt gibt es schon seit 2002 einen Thermomix und seit Mai diesen Jahres auch den TM 31 und ich bin sooo glücklich drüber. Ja ich weiß, es gibt seit September wieder ein noch neueres Modell, aber das macht das alte Modell nicht schlechter. 😉
Daher schreibe ich heute das Rezept auch mit Thermomix-Einstellungen, wer keinen hat, kann den Hefeteig aber natürlich genauso ganz normal herstellen.

Hier erst mal alle Zutaten die ihr bereit stellen solltet:

Für den Hefeteig

250g Milch
1 Würfel Hefe
80g Zucker
2 TL Salz
500g Mehl
1 Ei
80g weiche Butter

Für den Belag

50g geschmolzene Butter
Zimt und Zucker nach Geschmack

Glasur

4 EL Puderzucker (am besten selbst gemahlen)
etwas frisch gepressten Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Gebt Milch, Hefe und Zucker in den Mixtopf (3 Minuten / 37°C / Stufe 1 erwärmen). Dann kommt das Mehl dazu, Deckel (oder Tuch) drauf und ohne rühren 15 Minuten gehen lassen. Dann den Rest der Hefeteig-Zutaten in den Mixtopf geben  (2 Minuten / Brotknetstufe) verkneten. Den Teig füllt ihr jetzt in eine große Schüssel und lasst ihn zugedeckt an einem warmen Ort etwa 50 Minuten gehen. (Wer keinen warmen Kachelofen in der Wohnung hat, kann auch gut das Licht vom Backofen anschalten, die Wärme von der Lampe reicht aus)
  2. Der Teig sollte sich jetzt mindestens verdoppelt, eher aber verdreifacht haben. Rollt ihn etwa auf 35×40 cm aus, geht nicht so genau. Den flachen Teig bestreicht ihr jetzt mit der flüssigen Butter, ein bisschen was lasst ihr noch übrig. Zimt und Zucker mischt ihr euch ganz nach Geschmack einfach selbst und streut es über den Butter-Teig. Das Ganze rollt ihr jetzt ganz vorsichtig auf. Man kann von der langen Seite her rollen wie ich es gemacht habe, dann haben die Schnecken weniger Runden, sind dafür mehr. Oder von der kurzen Seite her, haben die Schnecken mehr Runden. Jetzt schneidet ihr etwa 2-3 cm dicke Scheiben ab und legt sie mit der Schnittfläche in eine Springform oder Auflaufform. Möglichst locker, denn sie dürfen jetzt nochmal bis zu einer Stunde gehen und werden dann richtig groß. 😉
    Nach dem Gehen bestreicht ihr die Zimtschnecken noch mit der restlichen flüssigen Butter. (Evtl. nochmal erwärmen) Danach wandern sie bei 190°C etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei Ober-Unterhitze.
  3. Vermischt den Puderzucker mit etwas frischen Zitronensaft und stellt so eine Glasur her. Diese streicht ihr auf die noch warmen Schnecken.
    Tipp: Wenn ihr wirklich einen Thermomix zuhause stehen habt, dann macht euren Puderzucker selber. Ist in einer Minute gemacht und wenn ihr mal probiert werdet ihr feststellen, dass er süßer ist als gekaufter. Warum? Es fehlen die Zusatzstoffe… 😉

(Klick macht groß)

Ihr seht, dass meine Schnecken durch die Springform sehr hoch geworden sind. Wer lieber flachere und dafür breitere Schnecken mag, kann sie auch gut in eine richtig große Auflaufform setzen.

Zimtschnecken

Mich würde ja mal interessieren, ob von euch noch jemand einen Thermomix hat und ob ihr gerne wieder mal Rezepte dafür haben möchtet? Ich probiere wahnsinnig gerne neue Sachen aus und teile sie gerne mit euch, wenn Interesse besteht. 🙂

Jetzt aber erst mal frohes Backen, lasst euch die Zimtschnecken schmecken. Über eine Rückmeldung würde ich mich natürlich auch riesig freuen.

Herzliche Grüße
Sandra

Frühlingsküche: Hollerkücherl

Gerade blüht er ja überall, der Holunder! Bei uns in vielen Gärten und natürlich auch an fast jedem Straßenrand zu finden.
Diese hübschen weißen Blüten sehen nicht nur wunderschön aus mit diesen vielen vielen Mini-Blüten, sondern es steckt auch in der Blüte schon jede Menge Geschmack drin. Viele machen damit Holundersirup, Marmelade oder verwenden sie auch zum backen.

Heute zeige ich euch nochmal eine andere Möglichkeit die aromatischen Blüten lecker zu verarbeiten. Hier in Bayern wird der Holunder kurz Holler genannt, daher der Name Hollerkücherl. 🙂
Bei der Herstellung habe ich einfach mal ganz wild mitfotografiert, eine bebilderte Anleitung ist doch irgendwie angenehmer oder?

 

Hier die Zutaten:

  • Etwa 10 Holunderblütendolden
  • 200g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 250 ml Milch
  • 2 getrennte Eier
  • 2 TL neutrales Öl
  • Fett oder Butter zum Frittieren

 

HollerkücherlZu allererst suchst du dir einen Holunderstrauch aus mit vielen Blütendolden die nach Möglichkeit noch nicht zu verblüt sind. Unbedingt auch mal reinriechen, riecht schon traumhaft.
HollerkücherlDavon schneidest du dir etwa 10 Dolden ab.

 

Hollerkücherl

Jetzt befreist du die filigranen Blütendolden von verblüten Blüten, von kleinen Tierchen oder anderen Verschmutzungen. Vermeide wenn möglich die Blüten zu waschen, so geht der leckere Blütenstaub und somit auch einiges an Geschmack verloren.

Hollerkücherl

 

Stelle den Teig wie folgt her: Schlage zuerst das Eiweiß zu festem Eischnee.
Die restlichen Zutaten verrührst du möglichst klümpchenfrei zu einem Teig, ähnlich einem Pfannenkuchenteig. Zum Schluß wird das Eiweiß nur locker untergehoben.

HollerkücherlErhitze jetzt das Fett in einer Pfanne, dafür hast du zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt 4 cm hoch Fett zum Frittieren oder wie ich nur etwa 2 cm, dann musst du jedoch mit einem Löffel ständig das heiße Fett über die Kücherl schöpfen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich lieber weniger Fett habe, eine innere Sperre gegen das Fett vielleicht… 😉

HollerkücherlDamit wir hier nicht einen Teil überspringen hier nochmal ein Bild vom „durch den Teig ziehen“ der Blütendolden. Einfach richtig schön dick eintauchen und direkt in die Pfanne setzen. Bei mir passten immer etwa 3-4 Stück rein, kommt natürlich auf die Blütengröße an.

Hollerkücherl

 

So alle Blüten schön goldgelb ausbacken. Wer richtig Frittiert hat, hat noch ein gleichmäßigeres Ergebnis als ich.

Hollerkücherl

 

 

Danach darf angerichtet werden, bei mir gab es nur Puderzucker drauf. Du kannst aber ganz nach Lust und Laune auch mal Apfelkompott als Beilage dazu geben oder die fertig gebackenen Blüten mit Himbeersirup beträufeln. Ihr werdet sehen, es schmeckt göttlich.
(Die Stile oben lasse ich natürlich liegen, die sind ein bisschen zäh und werden nicht mitgegessen.)

 

Ich habe übrigens gleich die doppelte Teigmenge angerührt, aus dem Rest habe ich noch eine Ladung Pancakes gemacht. Da der Teig schon recht dickflüssig ist funktioniert das echt prima.

Was sind eure liebsten Holunder-Rezepte? Ich bin gespannt. 🙂

Viele liebe Grüße
Sandra